Mittwoch, 11. September 2013

Das Casting...

Ja endlich komm ich dazu euch noch etwas zu meinem Casting zu berichten. Ich bin nämlich schon wieder unterwegs diesmal nach Zürich (und dann Bangkok, Manila und Cagayan de Oro (mami so heisst das ;-)) und nutze nun die Zeit das Casting noch einmal Revue passieren zu lassen. Dies hab ich in den letzten Tagen zwar schon immer und immer wieder _ wach und schlafend, in der Realität und im Traum aber ich habs noch nicht niedergeschrieben. (respektive doch und dann nicht gespeichert und weg wars :-( also noch einmal).

Am Freitag gings alleine zum Frühstück (was der gute Herr im Hotel nach mehrmaligem erstaunten nachfragen dann auch verstanden hat. Man ist es echt so abnormal, dass jemand allein ein einer fremden Stadt ist!?) anyway, runtergekriegt hab ich praktisch nichts so nervös war ich. 

Am Bahnsteig sind mir dann gleich zwei Mädels ins Auge gestochen... Keine Ahnung wieso genau aber irgendwie hab ich vermutet, dass die auch zum Casting müssen. Ich hab mich ganz verzweifelt an meiner Wegbeschreibung festgehalten und dann natürlich geguckt ob die Mädels auch so was bei sich haben - Fehlanzeige!

An der richtigen Haltestelle ausgestiegen kam eines der Mädels aber dann auch gleich und meinte "sorry wenn ich dich so anquatsche aber ich glaube wir haben de selben Zettel und müssen ans gleiche Ort". Kurz drauf hatte uns auch die andere eingeholt und fragte ob wir zum Casting müssten und so konnten wir gleich zu dritt den Weg suchen! Zum Glück, ich hätte mich 100% verlaufen....

In der Grundschule angekommen waren da schon einige Mädels. Wir haben uns daneben gestellt und ganz nett miteinander gequatscht. Die Nervosität war bei allen zu spüren.

5 Minuten nach 10 wurden wir dann in einen Raum gebeten. Dort waren im Halbkreis 21 Stühle (für 20 Bewerberinnen und 1 Bewerber) vor einer Leinwand aufgestellt. Bis dahin alles normal. Doch dann tauchte die Frage auf, was mit den ca. 10 Stühlen neben der Leinwand ist... Uns wurde rasch klar, dass diese Leute alle etwas mit Tui Cruises am Hut hatten. Und spätestens als sie dann alle ihre grossen Bögen hervor nahmen und wie verrückt anfingen Kreuzchen und Notizen zu machen, war uns klar, dass uns all diese Leute den ganzen Tag beobachten würden. Stress pur für mich! Ich kam mir echt den ganzen Tag ultra beobachtet vor... Eigentlich auch kein Wunder!

Am Vormittag haben sie uns vieles über den Vertrag und das Schiffsleben erzàhlt... Sie meinten auch immer wieder, dass wenn jemand nicht mit diesen Bedingungen klarkommt, dass wir einfach gehen sollen. Der einzige Bewerber hat dann die Chance in der Mittagspause auch genutzt. Ansonsten liess sich niemand abschrecken :-)

In einer zweiten Phase mussten wir dann so ein Namensspiel spielen... Jeder musste seinen Namen und dann ein Adjektiv oder Nomen mit dem Anfangsbuchstaben nennen. Gut, dass kannte ich bereits vom Animationscasting und hatte gleich Panik, denn da mussten wir alles immer wiederholen... Und ihr kennt mich, wenn ich was nicht kann sinds Namen merken. Ich hatte jedoch Glück, denn man musste sich lediglich einen Namen merken und zwar von der Person, der man den Ball zugeworfen hatte im Kreis. In der nächsten runde mussten wir alle durcheinander gehen und aber den ball in der selben Reihenfolge herumgehen lassen. Später haben sie uns gesagt, dass sie unsere Mimik beobachtet haben während dem Spiel weil man sich eben nicht verstellen kann... Boah da war echt alles durchdacht....

In einer nächsten Runde wurden wir in 4 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe erhielt ein Thema... Es gab die Aborigines, die Indianer, die Mahori und noch was... Wir hatten Glück und bekamen die Mahori (und ich hatte keine Ahnung was für ein Volk das ist... Irgendwie haben wie das in der Schule wohl übersprungen... Zum guten Glück bekamen wir noch einen Beschrieb).

Unsere Aufgabe war es in der Gruppe ein 10 minütiges Spiel für eine Gruppe vom 5-6 Kindern auszudenken. Die Kindern waren von einer fünften Klasse und haben nachmittags dann im Rotationsprinzip alle "Stämme" besucht.

Also wie haben uns dann folgende Spiele überlegt: als die Mahori eine neue Insel entdecken wollten, kamen sie in einen Sturm mit ihrem Schiff. Die erste Aufgabe war es, dass schiff (eine matte) wieder zu drehen aber alle Kinder mussten im Schiff bleiben. Wir haben eigentlich gedacht, dass die linder dafür eine Weile brauchen und waren dann sehr überrascht als es die erste Gruppe in etwa 10 Sekunden geschafft hat! Als zweites mussten sie auf einem Bein auf kleine Vierecke hüpfen um an Land zu kommen und dann mussten sie sich noch bäuchlings auf einer Bank
Hochziehen um definitiv an Land zu kommen. An Land angekommen mussten Sie erstmals noch die wilden bösen Tiere töten (mit einem Baseball auf Hüttchen werfen) ehe sie dann das Land mit dem mitgebrachten Pfeiler markieren und ihre Errungenschaft mit dem Mahori-Schrei besiegeln konnten.

Die Aufgabe war es, dass wir innerhalb der Gruppen Aufgaben zuteilen und diese dann aber auch abwechselnd ausführten. Dies wurde dann zum Problem... Aber später mehr dazu.

Nachdem wir die Spiele ausgearbeitet und den anderen Gruppen vorgestellt hatten, durften wir in die wohlverdiente Mittagspause. Es gab ganz viel leckere Verpflegung wie Wraps, Sandwiches, Bagels, Muffins, Brownies und so weiter.

Am Nachmittag gings dann in die Turnhalle. Erst gab es ein "geleitetes" aufwärmen... Wir mussten joggen um dann unter einem Seil das von 2 "beobachten" geschwungen wurde hindurch rennen. Dies wurde dann immer gesteigert und am Schluss musste man zu 4. hindurch. Immer Bewerber und Kinder gemischt. Bis dahin hatte ich mich eigentlich sehr gut geschlagen... Doch mein Namensschild fiel immer wieder ab... Einmal direkt unter das Seil. Die "Beobachter" an der Seite meinten dann ich solls einfach sein lassen. Was ich auch gemacht habe. Der eine "Seilschwinger" hat es dann aufgelesen und sich unter den Allerwertesten aufgeklebt - na danke! Spätestens als ich dann da unter dem Po hing, kannten mich  alle. Wieder mal typisch!

Danach kam das Spiel mit den Kindern. Wir hatten unsere Aufgaben immer aufgeteilt... Eine Person erzählte die Geschichte, eine war für das Zeitmanagement zuständig, eine war bei der Bank zum hochklettern und zwei bei den Hüttchen. Nun gab es aber eine Kandidatin, die immer um die Kinder rumstand und wenn man den Kindern was gesagt hat, hat sie auch immer gleich reingeschwatzt... Ich fand es dann sinnvoller mich ein wenig zurück zu nehmen, als wenn drei Leute auf die Kids einredeten. Und natürlich kamen die "Beobachter" genau dann zu unserer Gruppe als ich für das Zeitmanagement zuständig war. Ich stand da also ziemlich unbeteiligt rum. Toll....
Die Kinder mussten am Schluss ein Feedback geben wie sie die Spiele fanden. Es war bei allen immer Daumen hoch oder Daumen mittel also bei allen gut.

Nach einem kurzen Feedback und einer Analyse unsererseits - was gut lief und was weniger, ging es dann über zu den Einzelgesprächen.

Die "Beobachter" hatten sich in 4 Gruppen aufgeteilt... Ich kam wie immer ziemlich zum Schluss. Es war interessant zu hören, was jene erzählten, die das Gespräch schon hinter sich hatten. Es lief bei allen ziemlich gleich ab. ihnen wurden nochmals die Bedingungen an Bord vor Augen geführt und dann mussten sie einige Was-wäre-wenn-Fragen beantworten. Niemand bekam eine Rückmeldung, was gut oder schlecht war und somit war es für alle ganz schwer sich einzuschätzen...
Irgendwann kam dann auch ich an die Reihe. Ich war bei der Verantwortlichen Person von Tui Cruises für den Kinderclub und bei einer die für den ProgrammbereichMusik und Gestaltung etc. im Kinderclub zuständig ist. 
Eins vorneweg: das Gespräch lief total anders, als alle anderen....
Ich musste englisch sprechen (was wir schon im telefonischen Interview mussten), danach musste ich auf Hoch- und Schweizerdeutsch moderieren, zudem meinten sie halt, dass ich mich in der Turnhalle sehr zurückgenommen habe und wollten dann wissen wieso. Das wurde alles lang und breit diskutiert und sie meinten dann, dass sie denken, dass ich nicht alles zeigen konnte, was ich kann aber sehr viel Potential vorhanden ist...

Mittlerweile hat sich mein Gefühl bestätigt und ich habe eine Absage gekriegt. Schon komisch irgendwie, das allererste Mal was ich in meinem beruflichen Leben nicht bekommen habe, was ich wollte.... Aber ich geniesse jetzt mal meine 6 Wichen Philippinen und lasse alles weitere auf mich zukommen!

Soooo, lets begin this adventure







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