Donnerstag, 19. September 2013

Jobangebot und die 1. Insel


Long time, no hear! wir sind hier auf dieser ganz untouristischen Insel Dinagat und hatten nicht mal Empfang geschweige den Wi-fi... Aber jetzt gibts ein Update! Ich habe ganz vergessen zu erzählen, dass ich ein Jobangebot gekriegt habe und diesmal wohl ein ernsthafteres als jenes in Hamburg für einen Nebenjob ;-) Unser Guide beim Riverraften, meinte dass sie auch eine Frau als Guide haben möchte, ob ich nicht Interesse hätte (Mami und Laura, weil ich so gut paddle also das nächste Mal bitte keine Reklamationen ;-)). Wir haben erst alle nur Witze darüber gemacht, beim Mittagessen kam er dann aber nochmal zu mir und meinte, das wäre wirklich eine ernsthafte Frage gewesen und blabla. Also alle die gemeint haben, dass ich sowieso gleich hierbleibe, wenn es mit solchen Jobangeboten weitergeht, muss ich mir das ernsthaft überlegen ;-)

Tom, der Schweizergründer der Hilfsorganisation, in welcher Mäni ihr Volontariat macht, hat uns Montagabend in die Stadt ans Busterminal gefahren. Nachdem gemunkelt wurde, dass "töff" fahren mit ihm ein bisschen kriminell ist, kann ich dem Glauben schenken. Es gibt eben weder Geschwindigkeitsbegrenzung noch Autos childer und an den meisten Kreuzungen nicht mal Ampeln. Der stärkere und geschwindere kommt halt eher über die Kreuzung!

Um auf das Busterminal zu kommen muss man erst einmal Eintritt bezahlen, was hab ich da gestaunt. Wir wollten erst um 22h00 da sein, um den Bus zu erwischen. Mäni meinte zwar das die stündlich fahren aber war für 22h00. Tom hat dann erst noch was gegessen und so wurde es ca. 22h45. Uns wurde mitgeteilt, dass der vorherige Bus um 22h00 gefahren ist und der nächste klimatisierte Bus erst um 1h00 in der früh fährt, es jedoch einen anderen gibt, der bereits um 23h00 fährt. Wir haben uns dann für den letzteren entschieden. Das Problem war nur, dass man überhaupt keinen Platz für die Beine hatte. Sogar wenn Mäni und ich ganz gerade dagesessen sind, kamen die Beine vorne an. Der Bus hielt dauernd an, damit Leute ein- und aussteigen konnte und zu unseren Glück ist irgendwann auch mal der dicke Herr auf dem Sitz neben mir ausgestiegen. So hatten Mäni und ich 3 Sitze für uns, was die Sache sehr erleichterte! Nach fünfeinhalb Stunden kamen wir in Butuan an und mussten Bus wechseln. Wir hatten Glück und ans Ziel fuhr uns dann ein modernerer Bus mit Klimaanlage, die für unseren Geschmack etwas sehr kalt war. Mäni war als ich aufgewacht bin plötzlich nicht mehr neben mir jedoch ein grimmig dreinblickender Mann. Bin erst total erschrocken, habe mich rasch im ganzen Bus umgeschaut und Mäni nirgends entdeckt.... Bis ich dann bemerkt habe, dass sie es sich auf den hintersten Sitzen bequem gemacht hat! (Ihren weissen Schuhen sei dank! ) 

Um ca. 8h00 morgens waren wir dann in Surigao wo wir die Fähre nach Dinagat nehmen mussten. Wir fuhren mit diesen Öv-bussen (Jep) an den Hafen. Die Rucksäcke wurden einfach aufs Dach gelegt. Am Hafen wurde uns dann gesagt, dass die nächste Fähre erst um 12h00 wieder fährt - Halleluja! Wir haben erst einmal den Rucksack aufs Schiff gebracht und sind dann eingeschlafen. Nachdem wir drei Stunden vor uns hingedöst haben, sind wir nochmal an Land gegangen und haben uns viele feine exotische Früchte gekauft. Das ich echt eines meiner Highlights hier!!! Die Früchte sind der Wahnsinn und schmecken alle so unglaublich lecker! Wir wollten noch eine Cola trinken. Wenn man diese hier mitnimmt, wird einem nicht die Flasche mitgegeben sonder die Cola wird in einen kleinen durchsichtigen Plastiksack  umgegossen und ein Strohhalm reingesteckt. 

Auf der Fähre, für die wir 100 Pesos (= ca. Fr. 2.20 bezahlt haben), musste ich irgendwann aufs WC (=Comfort Zone) bin dann ziemlich erschrocken, als die Comfort Zone einfach aus einem Loch im
Boden bestand. Wir haben sehr viele schöne Inseln gesehen auf der Fähre und der Ausblick war bezaubernd, ich jedoch zu müde um irgendwelche Fotos zu machen. Da wir noch so einige Fährefahrten vor uns haben, ist es aber auch nicht ganz so schlimm.

In Dinagat angekommen, versuchten wir uns an den Namen zu erinnern, der uns Tom angegeben hat, wo es ein tolles Resort am Strand geben soll. Der Name ist uns leider nicht eingefallen, weshalb wir an einem kleinen Kiosk nachgefragt haben, was sie uns empfehlen können. Innerhalb von ca. 2 Minuten standen mindestens 15 Motorradfahrer um
uns herum (die einzige Transportmöglichkeit hier). Da uns das ganze ziemlich peinlich war, haben wie uns dann sehr schnell entschieden, an den vorgeschlagenen Ort zu fahren. Ich hatte erst bedenken aufzusteigen, da wir ja auch noch die Rucksäcke hatten, aber da hier meistens bis zu fünf Personen au den Motorrädern hockten, habe ich mir gesagt "nicht zuviel darüber nachdenken" der Fahrer hat mir den Rucksack
Dann abgenommen und vor sich platziert und ich bin hinten aufgestiegen (Fotos gibts davon zum Glück nicht ;-))

Nach ca. 45 minütiger Fahrt sind wie bei der Unterkunft angekommen. Mein Fahrer war schon ein bisschen älter und weiss wohl sehr viel. Zudem
Spricht er gut Englisch, was hier auf dieser untouristischen Insel eine Seltenheit ist. Er hat mir während der Fahrt sehr viel erzählt (auch wenn ich die Hälfte nicht verstanden habe ;-)).

Bei der Unterkunft angekommen, blieben die Motorradfahrer bei uns, um zu übersetzen, da die Besitzerinnen, der Unterkunft nur sehr, sehr bruchhaft Englisch konnten. Wir haben uns dann für das Häuschen direkt am Strand entschieden. Es war supersüss, da plötzlich 4 Leute mitgeholfen haben alles perfekt einzurichten, fehlende Lampen anzumachen, die Dusche "aufzufüllen". Die Unterkunft hier ist sehr einfach aber die Aussicht unbezahlbar.


Sie meinten zu uns, dass wir Essen einkaufen sollten und ihnen dann einfach bringen, sie würden für uns kochen. Mäni meinte, dass es bestimmt ein Philippinisches Restaurant in der Nähe gibt und wir wollten dort dann essen gehen. Da es hier um 18h00 bereits dunkel wird oder sogar schon ist, haben wie uns entschieden, so um 17h00 loszugehen. Ich musste Mäni um 17h2" dann mal wecken. :-) Man merkt, dass sie sich die letzten sieben Monate praktisch nie erholen konnte... Ich kenne den Zustand von der Animation ja nur all zu gut....

Also sind wir dann losgelaufen und sind schliesslich bei einer anderen Unterkunft angekommen. Wir haben uns dann entschlossen, die Leute dort zu fragen, wo wir etwas essen konnten. Es war eine grosse Gruppe von Leuten, die sofort shr interessiert waren, was wir zwei Mädels hier ohne einen "Guide" machen. Das wir ohne "Guide" unterwegs sind, konnten sie fast nicht fassen. Sie meinten dann, dass es einen Markt gibt, dieser jedoch bestimmt über einen Kilometer zu Fuss entfernt ist. Wir haben sehr lange mit ihnen gesprochen und sie waren supersüss und meinten dann, sie nehmen uns mit, wir sollten uns einfach hinten auf den Jeep setzen. Danach haben sie uns gleich mit Wassermelonen und Kalamaresringen gefüttert. Man muss hier halt schon immer aufpassen, mit wem man mitgeht etc. aber sie konnten alle sehr gut Englisch und  arbeiten alle für das "Governement". Sie haben auch gefragt, was wir den Motorfahrrädern zahlen mussten, weil sie meinten, dass hier Touristen manchmal abgezockt werden. Wir haben je 200 Pesos bezahlt (ca. Fr. 4.50 für 45 Minuten), was völlig ok war. Die eine meinte, dass wir unbedingt nach San José gehen müssten, da es dort am meisten zu sehen gibt. Und sie hat uns dann auch gleich ihre Handynummer gegeben (sehr praktisch, dass Mäni ein philippinisches Handy hat). Die andere meinte, dass sie Chefin des einzigen Touristenbüro hier auf der Insel ist und wir einfach vorbeikommen sollen, sie würde uns dann - gratis - einige Dinge zeigen und auch sie hat Mäni ihre Nummer gegeben. Wir haben wohl echt gleich die richtigen Leute getroffen. Sie haben uns dann zum Markt gefahren und gemeint, dass die Rückfahrt höchstens 30 Pesos kosten dürfe, wenn wir ein Motorrad nehmen würden. Also echt supersüss. 

Auf dem Markt haben wir uns erst einmal total eingedeckt und waren einmal mehr die Attraktion...

Das beste war, dass Mäni noch eine Flasche Sprite eingekauft hatte. Als wir zu Hause waren, war die Flasche schon halb leer und ich meinte zu Mäni, ob sie schon gentrunken hat und sie "nein, ich wollte dich eben dasselbe fragen." Sie hat dann einen Schluck probiert zum schauen, ob noch Kohlensäure drin ist. War nicht, denn es war Wasser.....


Nach dem Essen und langem reden, fing es irgendwann zu regnen an. Hier ist momentan Regenzeit, was aber nicht schlimm ist. normalerweise regnet es am Nachmittag so zwischen 16h00 und 17h00 kurz. Da es aber sehr warm ist, ist dies ziemlich angenehm. Hier hat es jetzt ausnahmsweise die ganze Nacht durchgeregnet, wir haben dann ausgeschlafen und als wir aufgestanden sind, war es bereits wieder warm.

Zum Frühstück haben wie Rühreier gemacht. Dies kennen die Leute hier zwar auch aber man ist halt alles noch mit Reis. Für uns wars eine spezielle Erfahrung über dem Feuer zu kochen :-)


Wir werden noch eine Nacht hierbleiben und heute Abend wenn wie auf den Markt gehen, den Motorradfahrer kontaktieren, der uns hergebracht hat. Denn wir möchten morgen früh nach San José fahren. (Hier gibt es überhaupt keinen Empfang).

Übrigens ist jetzt bereits die erste meiner 6 Wochen vorbei... Die Zeit rast unglaublich schnell! 

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